Ciao Hauptschule!

Ich habe es im ersten Moment nicht glauben können: Es kommt endlich ein kleiner Stein ins Rollen, hier im Südwesten! Baden-Württemberg bzw. das Kultusministerium macht einen ersten kleinen Schritt dahin, sich von der Hauptschule zu verabschieden. Siehe ka-news.de & swr.de.
Sicher wird das vielen (auch mir) nicht genügen. Aber ich interpretiere es als Eingeständnis dahingehend, dass die Hauptschule in ihrer jetzigen Form – bzw. das dreigliedrige System an sich – in der heutigen Zeit nicht mehr tragbar ist . Auch ist noch nichts beschlossen, aber gefundenes Fressen für die Opposition ist das alle mal!
Wird mit Sicherheit spannend in den nächsten Wochen, was sich daraus alles entwickeln wird.

(Seltsam, dass weder bildungsklick.de noch teachernews.net darüber berichten…?!)

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Schüler wehren sich gegen die Schule von heute

Deutschlands Schüler gehen vermehrt auf die Straße, um gegen die aktuellen Zustände an deutschen Schulen zu demonstrieren. Eine Generation, die oft und gerne als politikverdrossen abgestempelt wird. Erst gestern (total an mir vorbeigegangen) gab es einen bundesweiten Schülerstreik für u.A. kleinere Klassen und mehr (ausgebildete!) Lehrkräfte: siehe schulaction.org

Hoffentlich bringt das ein wenig mehr Mut / Tempo / finanzielle Mittel in die Schulentwicklung rein.

Noch drei Links zum Thema: zeit.de (Reinhardt Kahl), tagesschau.de und welt.de.

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Dringend: Mehr LehrER für Grundschulen

Die Schule ist weiblich, ein Artikel in der Passauer Neue Presse. Hier einige zentrale Schlüsselzitate für Lesefaule:

Mittlerweile sind Buben die Bildungs-Sorgenkinder der Nation. Statistiken zeigen, dass sie in Bayern an Haupt- und Förderschulen dominieren und häufiger die Schule abbrechen als Mädchen. Im Schuljahr 2003/2004 verließen laut Kultusministerium mehr als doppelt so viele Buben wie Mädchen die Hauptschule ohne Abschluss.

[...]

Noch in den 60er Jahren waren über die Hälfte der Grundschullehrkräfte in Deutschland Männer – 2007 war ihr Anteil nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf gerade einmal zwölf Prozent geschrumpft.

[...]

Laut Statistischem Landesamt wachsen inzwischen in jeder fünften Familie Kinder nur bei einem Elternteil auf, und das ist im Regelfall die Mutter. „Gerade bei Jungen, die vaterlos aufwachsen, kann man Orientierungsprobleme beobachten“ [...]

Mögliche Gründe für den sinkenden Männeranteil:

„Die Arbeit mit kleinen Kindern ist in den Köpfen nach wie vor Frauensache. Das gilt auch für die Schule.“ Hinzu komme die geringere Bezahlung als an Realschule und Gymnasium und sinkendes berufliches Prestige.

Aber:

Psychologie-Professorin Gisela Steins von der Universität Duisburg-Essen sieht in der Überzahl weiblicher Lehrkräfte nicht die Ursache für das schlechtere Abschneiden der Buben. Auch als noch mehr Männer an Grundschulen lehrten, hätten die Mädchen bessere Noten mit heim gebracht.

Also: Gendersensible Ausbildung der Lehrkräfte fördern?!

Bei der wachsenden Zahl von Jungen aus Einwanderer-Familien komme noch ein Aspekt hinzu: Wegen der traditionellen Vorstellungen in ihren Familien hätten sie Probleme, eine Frau als Autoritätsperson zu akzeptieren.
Also braucht Deutschland doch mehr Männer an den Grundschulen? Steins, die auch angehende Lehrkräfte unterrichtet, hat eine andere Antwort: „Die Lehrer müssen das Sozialverhalten der Kinder durch Rollenspiele und Gespräche in der Schule trainieren.“ In den USA sei das bereits Teil des Unterrichts. „Das muss endlich auch bei uns in die Lehrerausbildung.“

Ob das allein ausreicht wage ich zu bezweifeln. Training hin oder her, wenn eine weibliche Lehrkraft mit diesen Kindern etwas eintrainieren will, wird sie ja nicht akzeptiert (s.o.) und das Training verpufft.

via: boys ‘education

Kahl in Karlsruhe

Der GEW Kreis Karlsruhe (in Kooperation mit dem GEB KA Stadt und Landkreis) ist es gelungen den Bildungsjournalisten, Filmemacher und Grimme-Preisträger Reinhard Kahl für einen Abend zu engagieren.

Kahl wird Ausschnitte aus seinen Dokumentationen über gelungene Bildungssysteme und gelungene Schulen und Kindergärten aus dem In- und Ausland zeigen.

Wann?
Mittwoch, den 05.11.08 ab 19.30 Uhr

Wo?
Regierungspräsidium Karlsruhe: Meidingersaal

Quanta costa?
Gut angelegte 5,– Euro

Zusätzliche Infos:
reinhardkahl.de & archivderzukunft.de

Ein Muss für jede (angehende) Lehrkraft und für an der Bildung und Zukunft unseres Landes interessierte Bürger!

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Lehrerberuf ist für Männer nicht attraktiv

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands (DPhV) ist der Auffassung, der Lehrerberuf sei für Männer nicht attraktiv genug und fordert daher attraktivitätssteigernde Maßnahmen. Die Schweizer sind da schon etwas weiter, siehe: Netzwerk Schulische Bubenarbeit mit dem Projekt unterstufenlehrer.ch, das von allen Pädagogischen Hochschulen der Schweiz und zahlreichen Lehrerverbänden unterstützt und gefördert wird. So etwas wünsche ich mir auch für die Bundesrepublik.

Kleingedrucktes

27, wohnt derzeit in Rastatt. Staatlich anerkannter Lehrer.
Er ist verplant, ein Spätzünder und kompensiert hier sein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis. Ansonsten ist er eher ein stiller Typ. Nebenbei hört er viel und oft Musik, am liebsten querbeet mit etwas elektronischer Würze.

Noch Fragen? Fragen!

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